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Teilprojekt für Wirtschaftsgeographie (WIGEO)

Teilprojekt Wirtschaftsgeographie (WIGEO)

Aus wirtschaftsgeographischer Sicht bildet die Erfassung räumlicher Unterschiede in Bezug auf die Einstellungen von Belegschaften gegenüber zugewanderten KollegInnen oder potenziellen Zuwanderern einen wichtigen Aspekt der Projektarbeit. Um ein möglichst konsistentes Bild zu erhalten, stützt sich das Projekt auf einen Methodenmix: Im Rahmen einer standardisierten Telefonbefragung werden Daten von thüringischen Unternehmen zu Erfahrungen mit zugewanderten ArbeitnehmerInnen, Rekrutierungs- und Marketingaspekten, sowie zu Perspektiveinschätzungen gewonnen.

Darauf aufbauend werden teil-standardisierte Interviews mit verschiedenen AkteurInnen (Leitungspersonal, Mitarbeitende und Experten aus dem Umfeld von Unternehmen) geführt, um zu erfassen, wie sie diese und ggf. weitere Facetten im Detail bewerten und wie deren Effekte auf den Standort Ostthüringen eingeschätzt werden. In Kombination mit teilnehmenden Beobachtungen in ausgewählten Unternehmen werden auf diese Weise Erkenntnisse über die Einstellungen von Belegschaften gewonnen, die der Ableitung konkreter Maßnahmen im Teilprojekt IWK dienen.

Ansprechpartner

Matthias Hannemann

Matthias Hannemann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: (+49) 3641 9-48838
matthias.hannemann@uni-jena.de

Geplante Vorhaben

Im Rahmen der standardisierten Telefonbefragung werden GeschäftsführerInnen und Personalverantwortliche aus 400 Ostthüringer Betrieben (Saale-Orla-Kreis, Saale-Holzland-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt, Altenburger Land, Greiz, Gera, Jena) zu folgenden Themenbereichen befragt: Standortimage, Betriebsklima und Internationale Beschäftigte. Ganz bewusst werden sowohl Unternehmen befragt, die bereits internationale Fachkräfte beschäftigen, als auch solche, für die das nicht gilt.
Um tiefere Einblicke in die Erfahrungen, Einschätzungen und Einstellungen der Unternehmensleitungen zu gewinnen, werden leitfadengestützte Interviews mit VertreterInnen dieser Ebene geführt. Anhand dieser sollen zum einen Erkenntnisse zu internen Positionierungen und Diskursen im Hinblick auf die Beschäftigung internationaler Arbeitskräfte gewonnen werden. Zum anderen werden erfolgreiche Diversity-Management-Praktiken identifiziert.
Um tiefere Einblicke in die Erfahrungen, Einschätzungen und Einstellungen der Unternehmensleitungen zu gewinnen, werden leitfadengestützte Interviews mit VertreterInnen dieser Ebene geführt. Anhand dieser sollen zum einen Erkenntnisse zu internen Positionierungen und Diskursen im Hinblick auf die Beschäftigung internationaler Arbeitskräfte gewonnen werden. Zum anderen werden erfolgreiche Diversity-Management-Praktiken identifiziert.
Während bei Vorhaben 2 und 3 die Innenperspektiven im Fokus stehen, widmen sich die Interviews der AkteurInnen aus dem Unternehmensumfeld der Außenperspektive. Im Mittelpunkt steht dabei die externe Einschätzung der Belegschaftseinstellungen gegenüber internationalen Fachkräften. Daraus ergeben sich u. a. auch folgende Fragen: Wie werden als Folge dieser Einschätzung und daraus resultierender Images die Unternehmen und die Region als Unternehmensstandort von außen wahrgenommen? Wie wirkt sich diese Wahrnehmung auf den Fachkräftemangel in der Region aus?
Um Erkenntnisse über unternehmensinterne Diskurse und Dynamiken zu gewinnen, sollen teilnehmende Beobachtungen während des Arbeitsalltags in Unternehmen durchgeführt werden. Interne Kommunikation, Argumente, deren Reproduktion sowie das Handeln und Verhalten der Belegschaften in ggf. informellen Hierarchien sollen in diesem Kontext detailliert analysiert werden.

Prof. Dr. Sebastian Henn

Leitung: Prof. Dr. Sebastian Henn

Nach dem Studium der Geographie an den Universitäten Heidelberg und Mannheim war Sebastian Henn wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fachgruppe Wirtschaftsgeographie an der Martin- Luther-Universität in Halle-Wittenberg, wo er 2006 promovierte.

2010 nahm er eine Vertretungsprofessur für Kulturgeographie an der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg wahr, bevor er im darauffolgenden Jahr als Post-Doctoral Research Fellow an das Department of Political Science an der University of Toronto wechselte. Im Zeitraum 2012 bis 2014 war Sebastian Henn als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung „Regionale Geographie Europas" am Leibniz-Institut für Länderkunde e.V. tätig. 2014 schloss er seine Habilitation ab und folgte im Oktober desselben Jahres einem Ruf auf den Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.


Telefon: (+49)3641-944371
sebastian.henn@uni-jena.de

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